– fotografiert von Peter –
Wer gerne kocht oder genießt, der kennt den köstlichen Geschmack von Wacholder … übrigens einem Zypressengewächs!
Als Rohstoff für die Küche aber auch für Gin sei der Wacholder hier erwähnt, auch weil er „vor der Haustüre“ (Riedelbacher Heide bei Mauloff / Ts.) wächst.
Es begann aber alles im Juli 2019 in Navazzo, dass wir dort oberhalb der Casa Barbara eher zufällig Wacholder entdeckten.

Die blauen Beeren (es sind eigentlich die Zapfen) haben uns zu einer ersten Probeernte veranlasst. Diese erfolgt (recht ungewöhnlich) mit Schirm (danke Barbara), Lederhandschuhen und einem Knüppel ! …

Das erste Ergebnis konnte sich sehen lassen … aber rückblickend war es für eine Ernte noch viel zu früh …

Nun noch Geduld, bis alles trocken ist, dann wird es den Geschmack der Martinsgans 2019 ff. bereichern.

Doch die Geschichte geht noch weiter….
Sophie wollte vor Ihrer Abreise nach Mexiko noch in Riedelbach bei Mauloff Segelfliegen. Das Warten auf einen Flieger führte uns in die angrenzende Riedelbacher Heide, deren Wacholderbüsche voller tiefblauer Früchte waren, die nach Ernte nur so schrieen!


So wartete ich bis Anfang September und „bewaffnete“ mich an einem trockenen Tag mit Schirm, Handschuhen, Knüppel und Gefäßen für die Ernte.

Binnen 10 Minuten! hatte ich derart viele Beeren geerntet, dass meine Transportkapazität erschöpft war und sich mir eher die Frage stellte, wohin mit so viele Beeren, die wegen ihrer geschmacklichen Intensität doch eher einzeln abgezählt Verwendung finden.

Ich habe die besten Beeren herausgesammelt und immer noch eine sehr große Menge an Ausbeute, die gut gedörrt in der Speisekammer auf Liebhaber und eine leckere Verwendung warten …

… wie Martinsgans, Römertopf, Suppen … oder meinen „GINtaunus„, den ich wegen der Menge an Wacholderbeeren erstmals ansetzte.
Hier steht, wie man Wacholderbeeren dörrt.
Der Wacholder ist übrigens zweihäusig (diözisch) wie der Ginkgo, d.h. es gibt zapfentragende weibliche und daneben nackte männliche Pflanzen, das sollte man wissen und sich nicht über einige Wacholder wundern, die ohne jede Beere herumstehen…